Um soziale Leistungen zukunftsfähig zu gestalten, müssen Bedarfsermittlungen vereinfacht, Bewilligungszeiträume verlängert und Dokumentation standardisiert werden.
Digitalisierung und KI können dabei wichtige Geling-Faktoren sein. Entscheidend ist aber: Dieses Potenzial muss gemeinsam gehoben werden – von Leistungserbringern und Kommunen, ehrlich, partnerschaftlich und mit Blick auf die Menschen und Familien in der Region.
Teilhabe darf nicht unter Haushaltsdruck geraten
Denn am Ende entscheiden wir gemeinsam, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Wollen wir wirklich bei Inklusion und Teilhabe sparen, nur weil Bund, Länder und Kommunen finanziell unter Druck stehen? Unsere Antwort ist klar: #NichtAmMenschenSparen.
Die hohen Kosten entstehen aus meiner Perspektive nicht, weil die Arbeit am Menschen zu teuer ist. Das Problem ist ein System, das an vielen Stellen zu komplex, zu kleinteilig und zu schwerfällig geworden ist.
Bund, Länder und Kommunen gemeinsam in der Verantwortung
Wenn Kommunen haushaltspolitisch ohnehin vor kaum lösbaren Herausforderungen stehen, dürfen sich Bund und Länder keinen schlanken Fuß machen. Auch die Finanzierung des BTHG muss nachgearbeitet werden.
Gute administrative Lösungen aus einzelnen Ländern könnten zudem bundesweit in Standards überführt werden. Das sollte auch überzeugte Verfechter des Föderalismus nicht abschrecken – denn weniger Zuständigkeiten, klarere Prozesse und mehr Vertrauen würden allen helfen.
Vereinfachen, digitalisieren, zusammenarbeiten
Darum: entschlacken und vereinfachen, digitalisieren, verlässlich zusammenarbeiten – und vor allem die Menschen im Blick behalten, deren Teilhabe unser gemeinsames Anliegen sein muss.
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Sozialwirtschaft eingeordnet
Thomas Neubauer nimmt regelmäßig Stellung zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen, die die Arbeit des Oberlinhaus und die Sozialwirtschaft betreffen. In seine Beiträge fließen seine langjährige Erfahrung als Geschäftsführer mehrerer Einrichtungen im Oberlinhaus und seine Perspektive als Kaufmännischer Vorstand ein. Zugleich greifen die Beiträge fachliche Impulse aus den verschiedenen Arbeitsbereichen des Oberlinhaus auf.
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